Reizblase - Wenn die Blase ständig drängelt

Bei gesteigertem Harndrang fällt der Verdacht meist auf eine Blasenentzündung. Ratlosigkeit macht sich breit, wenn der Urintest beim Arzt keine Auffälligkeiten zeigt und eigentlich alles in bester Ordnung ist. Kennen Sie das? Dann könnte es sein, dass Sie unter einer Reizblase leiden. Die gute Nachricht: Eine überaktive Blase lässt sich auch ohne Medikamente therapieren. Dennoch ist der erste Weg zum Arzt unbedingt notwendig, um vor Therapiebeginn die Diagnose eindeutig abzuklären.

Die Harnblase ist das Sammelbecken für den von den Nieren und Harnleiter gefilterten Urin. Sie ist dehnbar und kann bis zu 500 Milliliter Urin aufnehmen. Beim Wasserlassen ziehen sich die Muskeln der Blasenwand zusammen und sorgen so dafür, dass der Urin ausgeschieden wird. Im Falle einer Reizblase verspüren Betroffene jedoch einen stärkeren Harndrang, obwohl die Blase nur wenig gefüllt ist.

Mit bestimmten Verhaltensweisen in Ihrem Alltag können Sie eine Menge tun und Ihre Blase freundlich stimmen

 

Das richtige Training für Ihre Blasenbeschwerden

Als Urotherapeutin (seit 2007) habe ich ein spezielles Behandlungskonzept für die Blasentherapie entwickelt und viele Menschen erfolgreich therapiert. Sie haben auf dieser Basis ihre Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung im Alltag wiedererlangt. Richtiges Ausatmen, Bewegung und Loslassen sind die Zutaten – das komplette Rezept für eine gesunde Blase gibt es in meinen Kursen für Frauen und Männer.

 

Geben Sie die Kontrolle ab

Vielen Menschen mit einer überaktiven Blase fällt es schwer loszulassen und die Kontrolle abzugeben. Unbewusst will der Kopf, also unser Gehirn, auch die Blasentätigkeit kontrollieren. Die Schließ- und Beckenbodenmuskeln stehen dann unter Dauerspannung, was die Blase irgendwann übelnimmt. Mit Körperreisen durch einzelne Regionen Ihres Körpers erlernen Sie in meinen Kursen die Kunst des Loslassens. Es geht darum, Bewegungsmuster und Gedankenmuster aufzulösen.

 

Bleiben Sie in Bewegung

Sitzenbleiber mag die Harnblase gar nicht. Wir sitzen viel zu lange – im Auto, im Zug auf dem Weg zur Arbeit, zu Hause vor dem Fernseher. Beugende Muskeln können das gesunde Körpergefühl beeinträchtigen und eine Reizblase fördern. Denn unsere Blase schätzt besonders stabile Verhältnisse in der Lendenwirbelsäule und im Becken. In meinen Kursen trainieren Sie tiefe Muskeln und lernen, Ihren Hüftbeuger, die gerade Bauchmuskulatur und den Bizeps zu entspannen.

 

Atmen Sie richtig aus

Das Atmen ist die Schlüsseltherapie bei einer Reizblasensymptomatik. Auch hier geht es um das Anspannen und Entspannen, um Speichern und Ausscheiden. Atmung ist ein Prozess, es muss fließen. Beobachten Sie einmal Ihre eigene Atmung. Wie stark atmen Sie ein, wie stark aus?

In unserer Kultur konzentrieren wir uns sehr auf das Einatmen und vernachlässigen das bewusste Ausatmen. Werden die Bauchmuskeln nicht am Ausatmen beteiligt, kann das zu Verspannungen führen. Auch die Ruheatmung muss stimmen, denn hier wird der Parasympaticus trainiert, der für die Blasenentleerung zuständig ist. Wie Sie ökonomisch atmen und Ihrer Blase damit Gutes tun, lernen Sie in meinen Kursen.

 

Denken Sie immer daran: Sie sind der Chef Ihrer Blase – und nicht umgekehrt.